Prophetical events found in the Bible and in events of today (in German)

29. August 2002

"Schüttle den Staub von dir ab"

Jesaja 52 "Wach auf, wach auf! Kleide dich... in deiner Kraft... Mach dich los von den Fesseln deines Halses, du gefangene Tochter Zion. Denn so spricht der Herr: Umsonst seid ihr verkauft worden, und nicht für Geld sollt ihr gelöst werden." .Zuerst war es Ägypten, das das mit Gott verbündete Volk versklavte "...und Assur (Babel) hat es am Ende grundlos bedrückt. Aber nun, was hab ich hier zu schaffen? spricht der Herr. Denn umsonst ist mein Volk weggenommen (weggeführt) worden. Seine Beherrscher höhnen, spricht der Herr, und ständig, den ganzen Tag, wird mein Name gelästert. Darum soll an jenem Tag mein Volk meinen Namen erkennen, daß ich es bin, der da spricht: Hier bin ich!"

Als in diesen Tagen der Fernsehpfarrer Fliege eine Sendung "Einer gegen alle" nannte, hörte ich in der Nacht danach in einem kurzen Traum den Satz: "Du bist nicht allein." Als ich eben Gottes Wort "Hier bin ich" schrieb, mußte ich daran denken.

In den vergangenen Tagen hörte ich im Fernsehen aus dem Múnd eines Kabarettisten, er habe einen Roman geschrieben. Es habe ihn schon immer interessiert, wieso es nach den "beiden Erlösern" Jesus und Mohammed mehr Gewalt gab als früher. Der Romanschreiber nannte eine sehr große Zahl an Wanderpredigern (4000), die es zur Zeit Jesu gegeben haben soll (im Heiligen Land). Jesus sei einer der Vielen gewesen. Und weil den 3 Machthabern (Herodes, Pilatus, Hoherpriester) diese Masse an Wanderpredigern über den Kopf wuchs, haben sie an Jesus ein Exempel statuiert. In der Talkshow war man sich einig, daß man das Buch lesen muß.

In Jesu Name steckt die Verheißung: Gott ist Hilfe, Gott bietet jedem, der ernsthaft auf ihn setzt (ihm also vertraut) seine helfende Nähe an. Ich hörte in diesen Tagen mehrfach die Aussage: Niemand steht allein. In der Not helfen Menschen einander. Ich hörte aber auch sagen, daß man zwar gemeinsam scherzt, wenn dann aber die Tür hinter einem zu ist, ist einem so gar nicht nach Scherzen zumute. Wer diese Konfrontation mit dem Ich und mit der ungeschönten Lage, in der man sich befindet, meidet, steuert in der krampfhaft festgehaltenen Gemeinschaft mit Menschen auf einen Zusammenbruch zu. Das Setzen auf Mensch-zu-Mensch-Gemeinschaft überfordert die Mitmenschen. Und wer denkt, man brauche den Mitmenschen nicht, lebt auch eine Lebenslüge. Schon alleine für die sinnvollen Maße für den jeweiligen Umgang mit Menschen brauche ich den helfenden Gott. Und ich brauchte immer wieder Gottes helfende Nähe, um im rechten Sinn unabhängig von Menschen zu sein, damit Menschen mich nicht durch meine Bedürftigkeit erpreßbar oder gar hörig machen. Genau genommen hilft gerade den mir nahestehenden Menschen die Tatsache, daß ich durch meine erste Treue zu Gott im besten Sinn unabhängig bin. Wenn diese Unabhängigkeit stimmig ist, wird es für Mitmenschen leichter sein, für sich selbst diese Unabhängigkeit einzufordern, ohne selbstverständliche Solidarität aufzugeben.

In Psalm 88 wird deutlich, daß der Mensch beim Sterben (im Todeskampf) das Gespür für Gottes Nähe verlieren kann. Jesu Sterben bestätigt Aussagen dieses Psalms. Ich habe Grund genug, zu sagen, daß nur das Gespür verloren gehen kann, denn,wenn das Bündnis zwischen Gott und dem Menschen lebt, bleibt Gott der Helfer, also nahe.

Wem es wichtig ist, daß die Bindung lebt, muß darauf achten, daß im Glauben Gott alleine der Vater ist, und daß nicht Menschen den Rang einnehmen, der alleine Christus, dem Lehrer und Meister, zukommt. Es darf nicht sein, daß ein Mensch im Gebet "Herr" sagt und durch Denken und Tun belegt, daß in Wahrheit Menschen das Herz besetzen und beherrschen.

Gottes Namen erkennen, das heißt auch, erkennen, wie nahe der helfende Gott ist. Wenn es mir beim Sterben so geschieht, wie es im Psalm 88 ausgedrückt ist und wie Jesus es in seiner Todesstunde erlebte, daß das Gespür für Gottes Nähe verloren geht, dann hoffe ich, daß die mir zuvor gegönnte Vertrautheit nach dem Sterben wieder auflebt. Ich habe ein Gleichnis erlebt: Als ich im April 2001 auf der Intensivstation aus einer Bewußtlosigkeit aufwachte, da habe ich (so berichtete mir danach mein Mann), als ich meinen Mann erstmals sah, gesagt: "Ach da ist ja der..." Ich verwendete einen zweiten Vornamen, den ich vor fremden Leuten nicht gebrauche, aber oft in vertrauter Umgebung. Ganz bewußt verwende ich dabei die Aussprache des Namens im früheren Dialekt meines Heimatdorfs. Durch unsere Tochter (sie studierte Französisch) erfuhr ich, daß meine Dialektaussprache des Namens der französischen Aussprache gleicht. Ich will mit dem Gleichnis sagen: Gelungene Vertrautheit ,gelungenes persönliches Gespräch mit Gott, Erkennen und Annehmen des von ihm mitgeteilten Namens, das alles lebt nach der Annahme von Durststrecken neu auf. Die Zuspitzung dieser Dursstrecke war Jesu Ausruf beim Sterben: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen!

30. August 2002

Es ist billig und recht, daß man Sterbende nicht allein läßt, aber Menschen sollten ihre Gegenwart nicht überschätzen. Ich weiß nicht, wie ich mich in der Sterbenot verhalte. Aber, ich will versuchen, mich nicht an Menschen festzuhalten. Ich habe in jungen Jahren am Sterbebett meiner Großmutter Wache gehalten. Da erlebte ich den Schrecken, als sie sich aus dem Schlaf heraus plötzlich aufrichtete und sich an mir festklammerte. Es dauerte dann noch Tage, bis sie starb, aber ich war nicht mehr im Stande, allein an ihrem Bett zu sitzen.

Es gibt schon merkwürdige Zufälle: Unser Sohn packt eben seine Tasche für eine morgige Tagesreise nach Frankfurt, und ich sage zu meinem Mann: jetzt setzt sich mir ein Lied ins Ohr, von dem ich meine, daß es um Frankfurt geht. Ich stopsele es jetzt so zusammen, wie ich die Brocken in Erinnerung habe. Ich sage gleich, daß mir noch während des Versuchs, die Liedteile zusammenzubringen, die Parallelen zum Sterben meiner Mutter bewußt wurden. Meine Mutter starb in einem Frankfurter Krankenhaus. Das Lied heißt: Es, es, es und es, es ist ein harter Schluß, weil, weil, weil und weil, weil ich aus Frankfurt muß...

Meine Mutter klammerte sich in den letzten Zügen an meinen Vater. Er löste sich von ihr, weil er ihre Mutter und ihren Bruder (beide waren im Gang vor ihrem Zimmer) dazu holen wollte. Vielleicht war aber auch, wie bei mir später bei seiner Mutter, ein Erschrecken beteiligt, über die plötzlich hereinbrechende große Todesangst. Bei meiner Mutter geschah dieses Festklammern wirklich in den letzten Zügen.

Ich erlebte etwa eine Woche zuvor ihre Not mit, ohne zu begreifen, daß es um diese Solidarität ging. Ich durfte zu einem Besuch mit (nach Frankfurt). Ich war 8 Jahre alt und hatte Monate zuvor erlebt, daß meine Mutter nach einer Magenoperation optimistisch nach Hause kam. Jetzt war halt noch eine Operation notwendig; so ungefähr dachte ich. Ich hatte keine Ahnung, was in einer Mutter vorgeht, die weiß, daß sie nach meinem Weggehen wohl keines ihrer vier Kinder mehr sieht. Und ich erlebte nach dem Besuch bei meiner Mutter in Frankfurt bei einem kurzen Besuch bei einer Frankfurterin, die als "Ausgebombte" in unserem Dorf wohnte, zum ersten Mal eine mondäne junge Frau (die Tochter der Ausgebombten), sie saß cool im Schneidersitz auf dem Sofa und strickte mit sehr großen Nadeln. Nach diesem Kurzbesuch begann für mich das, was im oben genannten Lied der "harte Schluß" genannt wird. Es kommt mir jetzt noch so vor, als hätte ich später nie mehr so dichten Nebel wie bei der Heimfahrt erlebt. Mein Vater saß vorne auf dem Beifahrersitz, und er mußte immer wieder einmal die Tür öffnen, um dem Fahrer den Abstand zur rechten Sraßengrenze mitzuteilen. Und die entgegenkommenden Autos tauchten wie große Tiere mit großen leuchtenden Augen aus dem Nebel auf, und es kam mir jedesmal vor, als fahren sie direkt auf uns zu. Ich hatte noch nie solche Todesängste ausgestanden, erst später ging mir auf, daß das mit Solidarität mit meiner Mutter zu tun hatte.

Noch später erlebte ich mit Hilfe eines Traums ihre Not aus der Zeit, als sie zuhause merkte,daß ihre Magenerkrankung Krebs sein muß, denn die Entlastung durch die erste Operation hielt nicht lange an. In diesem Traum saß ich im Wohnzimmer auf dem Sessel, auf dem ich sie nur zu der Zeit sitzen sah, als sie von der tödlichen Krankheit gezeichnet war. Im Traum sah ich voller Entsetzen, daß der Mörtel in den Wänden sich verflüssigt, daß sich alles rückwärts enwickelt. Der Mörtel drehte sich wie fette Würmer aus der Wand. Ich hatte große Angst, so wachte ich auf. Am Tag nach diesem Traum fand in dem Gebäude über Abrahams und Saras Grab in Hebron das furchtbare Massaker (verübt von einem einzigen Menschen) statt.

Ich will sagen: Die Todesangst meiner Mutter und die von mir (auf der Heimfahrt von Frankfurt) sowie die im Traum erlebte Angst war auch vollzogene Solidarität mit den Sterbenden in Hebron. Gott vermittelt diese Solidarität. Kein Mensch schafft es, eine Situation herbeizuführen, in der er diese Art von "Fern-Hilfe" selbst zuteilen oder entziehen kann. Es gibt törichte Solidarität und es gibt vermessene Solidarität. Ich gab dem Mann recht, der im Fernsehen sagte: Das (politische) Versprechen, daß es keinen geben wird, der nach der Flut (nach denHilfen für die Schäden) schlechter gestellt sein wird als zuvor, muß, so schnell es geht, zurückgenommen werden. Es gibt Solidaritäts-Versprechen, die ein Mensch nicht geben darf, weil er gar nicht weiß, ob er sie erfüllen darf oder ob er sie erfüllen kann. Und wer Menschen falsche Hoffnungen macht, entmutigt sie nachhaltig.

31. August 2002

In der vergangenen Nacht sagte jemand im Traum zu mir: "In der Antarktis gibt es viel mehr zu entdecken als im Reich Gottes." Spontan dachte ich: Jetzt weiß ich, weshalb so mancher Mensch sich mörderischen Strapazen aussetzt, es ist der gestörte Bezug zum Ureigensten, zu dem, was Gott jedem Menschen anbietet. Es ist nicht meine Sache, beim Einzelnen nach dem Maß der eigenen Schuld zu fragen. Tatsache aber ist: Dort, wo unerhört viel zu entdecken ist, gibt es unheimliche Sperren und Blockaden. So wird weder die Gefährdung, das eigentliche Lebensziel zu versäumen, erfaßt, noch die lächerlich schäbige Art fremder Ziele, für die man das einsetzt, was eigentlich zur Entdeckung, zur Erfassung des Gottesreichs gebraucht wird. Der Einsatz für Gottes Sache kann nicht gelingen, wenn man für sich selbst das Kostbare des Angebots von Gott noch gar nicht erfaßt hat.

Für mich ist es unerhört interessant, zu entdecken (zu erfassen) mit welchen Vorzeichen (Plus oder Minus) Ereignisse der Schrift neu aufleben. Als vor einiger Zeit ein Geschäftsmann mit dem Namen des Vaters der beiden Ahnfrauen Israels (Lea und Rachel) uns Garantien (wortreiche Versprechungen hinsichtlich einer ganz bestimmten Eigenschaft seiner Ware) gab und dann von uns daran erinnert wurde, als der Nachweis, daß seine Zusage nicht stimmte, auf der Hand lag, da sagte er: "Das hab ich mal gesagt." Und er betonte dabei das Wort "mal".

Nun zitiere ich 1Mose31,4: "Jakob ließ Rachel und Lea zu sich auf die Weide rufen. Er sagte zu ihnen: ...Ihr wißt selbst, wie ich mit ganzer Kraft für euren Vater gearbeitet habe. Er hat mich betrogen und meinen Lohn immer wieder verändert, aber Gott hat nicht zugelassen, daß er mir schaden konnte. ...Der Engel Gottes rief mich im Traum beim Namen, und als ich antwortete, sagte er...Zieh jetzt aus diesem Land fort und geh in deine Heimat zurück. Rachel und Lea antworten Jakob: Was haben wir noch von unserem Vater zu erwarten? Er hat uns wie Fremde behandelt, verkauft hat er uns, und das Geld hat er für sich verbraucht. Uns und unseren Kindern steht zu, wasGott unserem Vater weggenommen hat. Tu, was Gott dir gesagt hat."

Als vor knapp einer Woche das Fernseh-Duell zwischen dem Kanzler und seinem Herausforderer lief, schalteten wir immer wieder zum ARD-Krimi um, da wurde aufgedeckt, was ein allseits anerkannter Mann listig gegen seine eigene Tochter einfädelte. Sogar ein unerwartetes Geschenk an seine Tochter spielte bei dem bösen Plan eine Rolle.

Ich entdeckte auch manches Kontra Gottes beim Aufleben von biblischen Ereignissen. Ich nenne ein Beispiel: Wie wichtig seinerzeit Ruths Anhänglichkeit zur Schwiegermutter war, Ruth's Aussage: Dein Gott soll mein Gott sein (Ruth 1,16), dieser Satz darf für eine Glaubensentscheidung keine Rolle spielen. Es ist kein Zufall, daß Jesus von seinen Jüngern erwartet, daß sie seinetwillen alles und jeden verlassen können müssen. Das muß lebenslang belegt und geübt werden, ohne in eine zwanghafte, törichte Distanzierung von Menschen und Besitz zu kommen. Es wundert mich nicht, daß Jesus Streit (AUSEINANDER-SETZUNG) um seinetwillen voraussagte und offensichtlich nicht von Glaubenskriegen sprach, sondern vom Streit zwischen Hausgenossen. Ausdrücklich nennt Jesus dabei den Streit zwischen Schwiegermutter und Schwiegertochter.

Ruth wird nicht selten als Ährenleserin abgebildet. Ich habe in der Nachkriegszeit solche Ährenleserinnen auf den Feldern erlebt. Vielleicht war das ein Grund, daß ich aus meinem sehr frühen Interesse an einer alten Schulbibel die Erinnerung an Ruth so fest behielt, daß unser erstes Kind als ersten Vornamen diesen biblischen Namen erhielt.

Als ich oben das Wort Auseinander-Setzung geschrieben hatte, merkte ich, daß ganz ohne meine Absicht, durch zufälliges Berühren der Großschreibe-Taste die Großschreibung zustande kam. Und ich dachte, wie einig ich mit unserer Tochter im Grundinteresse an der Bibel bin (Bei Unklarheiten meiner Erinnerung beim Briefschreiben rufe ich meistens unsere Tochter mit dem Haustelefon an, sie hilft mir oft besser, als wenn ich im Bibellexikon nachsehe), unsere Briefe belegen,daß jeder von uns beiden sein Quantum an AUSEINANDER-SETZUNG erbracht hat. Es blieben uns auch die Auseinandersetzungen mit meinem Mann und mit unserem Sohn nicht erspart. Es kam also gerade nicht zum vorschnellen "Dein Gott soll auch mein Gott sein". Die schlimme Zuspitzung dieses Satzes ist, daß es offizielle Regelungen gab, die besagten, daß der Untertan den Glauben seines Fürsten anzunehmen hat. Das Schlimme dieser religiösen Vater- und Mutterschafts- (Fürsten-) Herrschaft ist, daß statt guter Hilfe zum eigenen Stehen vor Gott der Querbalken namens "übergeordneter, vergötzter Mensch" den Zugang zu Gott selbst versperrte. Es wird die so reichlich verordnete Religiosität öde und ermüdent langweilig. Nichts Ureigenstes wird entdeckt. Der Mensch hat dieses Religiöse satt. Es gibt auch nicht die Herausforderung, sich selbst zu mühen, das viele vorgekaute religiöse Menschensatzungs-Zeug reizt nicht zu dem, was Gott einmal durch einen Propheten so ausrichten ließ: Prüft doch nach, ob es sich so verhält, wie ich es sage. Gott meinte damit nicht ein hämisches Ausforschen. Er meinte, was Jesus zugespitzt so sagte: Wenn ihr schon meinen Worten nicht glaubt, so glaubt doch wenigstens meinen Taten. Es ist keinesfalls harmlos, Gottes Zeichen (seine Taten) interesselos zu übergehen. Die einen suchen in großen Unternehmungen "endlich" etwas erlebend zu entdecken. Und die anderen verausgaben ihre Erlebnisfähigkeit bei spannenden Wettkämpfen, z.B. damit, ob beim Formel-1-Rennen Michael Schuhmacher oder Ralf Schuhmacher gewinnt.

Merkwürdig: Bei einer Schreibpause hörte ich einen Radiobericht über das Erlanger Poetenfest. Ich geriet ausgerechnet in dem Moment zu der Sendung, als von einem Mann gesagt wurde, er sei bis in seine letzten Atemzüge verrückt nach seiner Frau gewesen. Er habe in diesen letzten Zügen die Haare seiner Frau so durchgewühlt, wie er sie zu Lebzeiten gerne gestreichelt hatte. Ich sage: Zuseher sehen alles mit ihrer Brille.

Ich muß nocheinmal zur Anhänglichkeit der Ruth etwas sagen: Ich hörte in den vergangenen Tagen eine Aussage im Fernsehen, die versteckt etwas von der notwendigen Last beim Ringen um Unabhängigkeit und wahrer Freiheit mitteilt: Ein junger Mann sagte: Vor 1000 Jahren war das Leben härter, aber definierter...Wenn man in den Kampf ziehen mußte, mußte man kämpfen. Seltsam, was ich gleich neben diese Notiz schrieb, nämlich eine Passage (ein Gleichnis) aus den Radionachrichten: "Wurde mangels Erfolgsaussicht gleich gar nicht zur Entscheidung angenommen." Ich sage hier an dieser Stelle: Wenn ich auf Zustimmung für nachprüfbar wahre Aussagen bei Menschen aus der Christenheit gesetzt hätte, hätte ich meine Berufung gleich gar nicht annehmen brauchen. Und weil die Führenden der Christenheit wesentlichen Aussagen der Verheißung (Zusagen, die mit dem Kommen des Messias verbunden waren) keine Erfolgsaussicht bei ihren Untergebenen zugestehen (und bei sich selbst auch nicht), ersparen sie ihren Untergebenen die Mitteilung, daß alle, die Christus selbst die erste Treue gönnen, ein Anrecht auf die volle Mitteilung der Absicht Gottes haben. Wenn mancher die Ziele Gottes wüßte (alles, was er dazu mitgeteilt hat), könnte sich Intersse für die Verwirklichung entfalten, es bliebe nicht bei der bloßen Ankündigung durch die Führenden.

Wenn ich etwas vom Ziel anstrebe, können die einfachsten Mittel zum brauchbaren Hilfsmittel werden. Ich kam vorhin so zum Thema "Ziel": Ich muß beim Computer eine Taste gestreift haben, die ich bisher nicht berührte. So kam es, daß aus dem beweglichen Pfeil (er zeigt die Zielrichtung an) der Maus erstmals ein schwarzer Querbalken wurde. Und zum Thema Sterben kam ich folgendermaßen: Ein religiöses Buch (Lexikon Kirche für junge Menschen), das ich in seiner Gesamtheit nicht schätze, war mir in die Hand gekommen, und ich stieß auf Seite119 auf die Aussage: "Immer ist das Verhältnis zu Gott entscheidend, sei es in der Erfahrung des Glücks...oder des Sterbens ...(Ps 88)." Das war der einzige Satz, den ich auf dieser aufgeschlagenen Seite las. Sofort wollte ich wissen, wie die Worte dieses Psalms lauten, und es ist wahr, was ich sage: Ich nahm die viele, viele Seiten umfassende Bibel zur Hand, und als ich irgendwo weit in der Mitte den ersten Aufschlag tätigte, hatte ich auf der rechten Seite (also da, wo mein Blick zuerst hinging) Psalm 88. Allein das Alte Testament dieser Gesamtbibel hat 1157 Seiten. Manche Passage dieses Psalms kam mir aus notvollen Stunden (gerade in sterbenahen Zeiten) sehr bekannt vor. Und dann dachte ich auch an Jesu Sterben. In dem Lexikon stand nämlich: " oder des Sterbens, das man als Ferne von Gott fürchtet (Ps.88)."

Diese Kette von unscheinbaren, aber spezifischen Kleinst-Ereignissen (samt dem Lied, das mir angesichts der Reisevorbereitungen unseres Sohnes in den Sinn kam), war der Grund, daß ich dachte: Ich soll da einsteigen. Man kann ruhig sagen, ich fühlte mich dazu verpflichtet.

Ich hörte kürzlich,daß ein Lebenskunst-Ratgeber im Fernsehen sagte, er komme morgens leichter aus dem Bett, wenn er sich nicht sagt: Ich muß, sondern: ich will. Ich dachte: Ich kann mir da in meinem Alter nichts vormachen, bei mir ist es so: wenn ich mir begründet sage: Ich muß, dann will ich auch. Das Leben wird ein ganzes Stück leichter, wenn man in dem Satz "Ich muß" nicht gleich ein rotes Tuch, sondern eine Hilfe sieht. Es ist aber erst wirklich eine Hilfe, wenn dieses "ich muß" nicht aus Angst vor tyrannischen Menschen gesagt und gedacht wird. Es gibt Menschen, die ihren Willkür-Befehl (Du mußt) sehr religiös verpacken und begründen. Jesus durchschaute solche Lastenaufleger und religiöse Betrüger.


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