Prophetical events found in the Bible and in events of today (in German)

18. Oktober 2005

Meine Selbstachtung muß ich nicht wegwerfen, wenn Menschen mich deswegen demütigen, weil ich Gott mehr gehorche als Menschen. Diese Demütigung ist nur befristet. Und noch hier und jetzt folgt die Ehrung durch Gott.

Vor Gott ist es billig und recht, daß ich mich selbst vor ihm demütige. In Micha 6,8 steht die Forderung Gottes: "Recht und Güte zu leben und demütig zu gehen mit deinem Gott." Diese Demut darf nicht falsch verstanden werden. Ein Ahas redete (tat) "demütig" als Gott ihm Selbständigkeit anbot. Diese "demütige" Zurückweisung von Gottes Angebot war ausgesprochener Stolz und eine Beleidigung Gottes. Aber: Demut ist und bleibt eine Forderung Gottes. Es ist das Eingeständnis, die Bestätigung, daß Gott besser weiß, was gut ist, was jetzt Vorrang haben muß: "demütig zu gehen mit deinem Gott!" Wer dieses Mitgehen nicht will, lehnt die Freundschaft ab, das lebendige Bündnis. Über einen Brief vom 30.9.98 erfuhr ich von einer Fügung: Einen Tag vor diesem Brief notierte ich mir aus einem TV_ Film folgenden Satz: "Wenn ich deine Freundschaft nicht bekommen kann, ist alles andere wertlos." Ich schrieb dazu: Zu dieser Freundschaft gehört das redliche "Mitgehen.

Nur geringfügig werde ich nun Paulus 1Korinter 4 verändern, weil ich heute auf diese Stelle stieß und merkte: Im Kleinformat trifft es auf mich zu: So rechne mancher mit mir: Als Dienstmädchen des Messias und als (Haushälterin) Verwalterin von dem, was Gott mir anvertraute. Der Herr ist es, der mich prüft, vor ihm will ich treu befunden werden.

Daß die Botschaft Jesu (das Wesentliche dieser Botschaft) sich so wenig ausbreiten konnte (und damit Erlösung vereitelt wurde), hat mit der verdorbenen Art derer zu tun, die Jesu Name und sein Wort für ihre Pläne benutzten und benutzen.

In einer Bibelübersetzung wurde statt "Jünger Jesu" "Mitmacher Jesu" gesagt. Dieses Wort hilft etwas begreifen, was einen echten Jünger Jesu auszeichnet. Man kann dann Jesu Wort so übersetzen. "Ihr sollt meine Mitmacher sein." Ich hätte diese Übersetzung vergessen, wenn mir nicht mein Internetbrief vom 7.10.98 auf die Sprünge geholfen hätte. Damals schrieb ich dazu: Mir wurde durch die ungewöhnliche Übersetzung das Verbrauchte des Wortes "Jünger" deutlich: So neutralisiert und neutralisierend wie sehr oft Christen ihre Rolle sehen, ist es schon ein Skandal, wenn ich nach neuen Möglichkeiten und nach neuen Wegen suchte, Zeugnis für Jesu Wort zu geben. Die anerkannte und übliche Art des Zeugnisgebens ist der Sonntagsgottesdienst. Christen sind ganz zufrieden darüber, daß sie damit die Jüngerpflicht erfüllen, in der Öffentlichkeit sich zur Kirche zu bekennen. Und gar nicht selten wurden aus neutralisierten (lauen) Jüngern keine Mitmacher, sondern Gegenwegmacher.

Und jetzt, wo ich diese Passage abgetippt hatte, fällt mir eine merkwürdige Fügung ein: Unsere Tochter berichtete von einem heutigen Gespräch mit einer jungen polnischen Studentin. Sie sprudelte trotz unzulänglichem Deutsch von ihren Erfahrungen des ersten Tages des neuen Semesters Unibesuchs. Ein Dozent habe ihr regelrecht Angst gemacht. Einen einzigen Satz brachte unsere Tochter als Kostprobe (unsere Tochter und ich, wir wußten beide nicht, was ich noch am gleichen Tag aus einem Brief vom 7.10.98 über das Mitmachen ausgrabe.): Der Satz lautete ungefähr so: "... nicht nur dasitzen wie Konsument, sondern mitmachen.

Ich beklagte bereits damals (7.10.98) die nach wie vor traurige Tatsache, daß schwerwiegende Ärgernisse im kirchlichen Bereich einfach toleriert werden. Ich meldete bei Verantwortlichen wahrhaft Dringendes (z.B. aus dem Religionsunterricht). Ich erlebte Feiglinge, sie kamen- wenn sie schon mal antworteten- mit solch allgemeinen Händler- Antworten, daß ich solche Antworten in jeder anderen Religion hätte haben können. Nicht ein einziger belegte, daß er das Spezifische der Nachricht Jesu für kostbar und schützenswert hielt. Und keiner genierte sich, für seinen Welt- Religions- Brei Jesu Namen zu benützen. Erschrocken merkte ich: Das, was für diese jetzige Zeit gedacht war, ist einfach weg. Es wundert mich also nicht, daß Jesus merkwürdig abrupt nach dem Gleichnis von der resoluten Frau und dem Richter, der nicht nach Gott und nicht nach Menschenrecht fragte, folgende traurige Aussage machte: Wird der Menschensohn wenn er zurückkommt, noch Glauben vorfinden. Es ist die traurigste prophetische Frage aus Jesu Mund.

 

22. Oktober 2005

In 5 Mose 18,9ff gibt Gott Anweisung für das Verhalten für die Zeit, in der sein Volk das versprochene Land in Besitz genommen hat: "Du sollst dich ungeteilt an den Herrn deinen Gott halten. Denn die Nationen, die du austreiben wirst, hören auf Zauber (Es gibt sehr beliebte "Charismatiker", die nach unerlaubten Zaubertricks greifen). Du aber so etwas hat der Herr, dein Gott dir nicht gestattet."

Es wird keinem Menschen, der in Gottes Königtum gelangen will, erspart bleiben, in sich die fremden Nationen (das, was nicht zu Gottes Königtum paßt) hinaus zu treiben. Und es wird vorläufig keinem erspart bleiben, bei diesem Kampf dem Nächsten zu helfen. Dieses redliche Mitfühlen (Interesse) ist anders als weltmännische Solidarität. Es ist nicht leicht, zur rechten wahren Nächstenliebe durchzustoßen. Denn wie hilftreich natürliches Mitgefühl sein kann, es gib reichlich viele Fallen mithilfe eines natürlich gebliebenen Mitgefühls. Es ist schnell der Griff nach dem anderen Menschen, nach seiner Entscheidung. Als ich kürzlich in den Nachrichten hörte, daß Kardinal Wetter beklagte, daß den Menschen (Frauen?)ihre Würde nicht zugestanden wird, dachte ich, eigentlich müßte er mitten in dem Satz schamrot werden, denn in seinem Zuständigkeitsbereich liegt es da in mehrfacher Hinsicht schon sehr im Argen (z.B. Entzug des nachhaltigen Entscheidungsrechts [lebenslanges ureigenes Horchen auf Gottes Plan] der "Priester", der Eheleute im Bereich der Sexualität, dann auch die ungehörige Forderung nach unbedingtem Gehorsam Menschen gegenüber.) Es gibt den Raub des Kostbarsten, was ein Mensch hat (siehe Simson und die Philister).

Zu diesem Thema schrieb ich am 9.10.98 aus Jesaja 9, 12 ff "Denn die Führer dieses Volkes wurden zu Verführern und die von ihnen Geführten zu Verwirrten... jeder Mensch redet Torheit... Was wollt ihr tun am Tag der Heimsuchung und beim Sturm, der von weit herkommt?"

Es gibt die Momente, in denen mit aller Wucht deutlich : Kein Mensch kann einen anderen retten (Hosea 13,3 "Ich bin der Herr, dein Gott... es gibt keinen anderen Retter als mich"

Es ist notwendende Nächstenliebe dem Nächsten zu bezeugen (durch Wort und Tat), daß kein Mensch den anderen retten kann und daß jeder rechtzeitig um Gott selbst ringen muß und daß jeder sich bereithalten muß, damit das Anklopfen Gottes auch wirklich selbst beantwortet wird.

 

25. Oktober 2005

Hebräer 2 "Deshalb müssen wir schärfer auf das Gehörte achten, um nicht daran vorbeizutreiben... wie sollten wir davonkommen, wenn wir uns um solch große Rettung nicht kümmern, die mit den Reden des Herrn ihren Anfang genommen und von seinen Hörern uns fest zugesprochen ward."

Zunächst übernehme ich dazu das, was ich am 11.10.98 zu dieser Paulus- Aussage im Internetbrief steht, denn es ist eine gültige, konkrete Aussage dazu. Danach schreibe ich das, woran ich heute spontan denken mußte, als ich diese Hebräerbrief- Stelle las.

Ich werde vom wachsamen (schärferen) Horchen und Gehorchen berichten: Wenn ich zum Beispiel zu recht sage, Jesus hat betont, daß kein Reicher (kein Vergötzer von Materie) ins Himmelreich kommt, dann kann es sein, ich merke an einem eigenenVerhalten, daß trotz aller Fortschritte beim Sichfreimachen von Begehrlichkeiten, Ecken gibt, die hartnäckiger sind als ich dachte. Es ist vergleichbar mit einer Arbeit, von der ich dachte, daß sie abgeschlossen sei und plötzlich entdecke ich noch Reste, bzw. "Nachwehen". Ich muß nun das Begehren nennen, vor Menschen gut dastehen zu wollen. Als mir in einer Situation "gute Beispiele" zur Beschämung vorgehalten , stellte ich fest: "Jesus Barabbas, das sind die angesehenen Guten", solche deren Wohltätersein ein vorrangiges Motiv hat, Ansehen bei den Menschen. Sie eignen sich bestens, um Verleumdungen und Rufmord anderen gegenüber zu decken.

Nun der Gedankengang, der mir heute (25.10.05) beim Lesen der Paulusaussage (Hebräer 2) kam: Ich riskierte Verleumdungen, weil ich Jesu Auftrag "Geht hin in alle Welt und verkündet das Evangelium..." (Markus 16,15) ernst nahm, auch wenn ich nicht Nonne in einem Missionsorden war und bin. Ach was höhnten die Christen in ihren vorgeprägten einfallslosen Auffassungen (z.B. hier der Christ mit weltlichem Auftrag, dort der "Geistliche") Unglaubliche Unterstellungen wurden mir gemacht. Z. B., ich wolle eine Schar von Gefolgsleuten um mich sammeln und dann das Gericht Gottes verkünden

Ja, ich wollte Leute ermuntern, im rechten Moment zu mahnen. Dabei ging es nicht um Moralisieren. Ich möchte den Menschen Mut machen, wie Paulus es ausdrückte, schärfer zu hören, zuerst für sich, aber auch ernsthaft aufmerksam dafür zu werden, wo Menschen erinnert werden müssen, auzustehen vom inneren Schlaf (z.B. religiöse Routine, z.B.fehlendes eigenes Interesse am jetzigen Auftrag) von der Starre (Unbeweglichkeit) vom Nein zu Bündnistreue. Ich drückte in meinen Briefen aus, daß wir in den kommenden Herausforderungen nur dann bestehen können, wenn das Bündnis mit Gott lebt. Es ging nicht darum, düstere Voraussagen zu machen, aber an die fortgechrittene Zeit zu erinnern. Jesus sagt: Geht, solange es Tag ist, in der Dunkelheit (Finsternis) strauchelt ihr.

Ich habe Menschen erlebt, die nicht wenig dirigierend auf andere einredeten. Aber wehe ein Mensch, auf den sie einredeten, erinnert auf die eine oder andere Weise, daß sie Jesu Wort ernst nehmen und niemand als geistlichen Vater und Lehrer ansehen, außer den Vater im Himmel und Christus. Es wird die besondere Zuständigkeit herausgestellt. Im Grunde wollen sie es sein, die Gott die Schwerpunkte vorgeben und so behandeln sie Jesu klare Weisung so, als wenn Jesus eine Arbeitsthese formuliert hätte, die von seinen überlegenen Geschäftsführern durch überlegenes Nachdenken auf das hingebogen wird, was der geistliche Mensch alles so braucht. Dafür werden Menschen raffinierten Gehirnwäschen ausgesetzt.

 

30. Oktober 2005

Wiedereinmal stieß ich auf die oft recht billig dahin gesagte Forderung: "Frohbotschaft statt Drohbotschaft! Und ich frage mich: Ist das etwa frohmachend, wenn man plötzlich völlig unvorbereitet in eine Prüfung kommt? Jesus sprach von Prüfungen, dabei empfinde ich es befreiend, wenn ich als Prüfling ernst genommen werde, wenn ich um den Ernst der Situation wissen darf. Jesus sprach mehrfach Mahnungen aus, die jetzt von faulen Drückebergern als "Drohbotschaft" verleumdet werden können. Manche Warner vor einer Drohbotschaft haben ja recht, wenn sie das Ärgernis meinen, daß mit Angst unterwürfige Untertanen erzeugt werden sollen. Wenn Jesus von der großen Prüfung spricht, die über die Erdenbewohner kommen wird, dann spricht er auch von der Hoffnung, daß Menschen durch ihre gelebte Treue vor dieser Prüfung verschont werden können.

Was ist das Besondere einer Prüfung? Daniel sagt Folgendes voraus: Den mit Gott Verbündeten wird das Halten des Bundes in diesen Tagen der Prüfung schwer gemacht. Es ist beim Ankündigen der großen Bedrängnis Jesus selbst, der auf besondere Wachsamkeit drängt

 

31. Oktober 2005

Durch einen Computerabsturz sind wohl kürzere Einträge vom 13.10.05 und Einträge vom 16.10.05 verloren gegangen. Ich wurde wirklich entschädigt, weil ich jetzt völlig unerwartet auf dem Bildschirm als erstes einen Brief vom 16.10.98 von unserer Tochter las. Ein Brief, der wahrhaft gut zum heutigen Reformationstag paßt. In diesem Brief setzt sie sich mit den verschiedenen Arten des Glaubenszweifels auseinander, Kürzlich schrieb ich von meinem Nein zur Paulus These (bewußt spitzte ich zu: Werke nützen nichts). Ich machte mir nicht mehr die Mühe, nocheinmal die Evangelienstellen aufzuführen, die Jesu Haltung ausdrücken, wie zentral wichtig der Glaube ist und wie selbstverständlich Menschen Treue (Vollzug des Glaubens, Beleg des Glaubens) dazugehört. Ich nannte den Schächer, um zu belegen, wie winzig die Bündnisantwort sein kann: Er wies den anderen Schächer zurecht. Und ich nannte den extremen Fall, daß als Beleg der Bündbnistreue (der dankbaren konkreten, konsequenten Gegenantwort) keine andere Möglichkeit mehr da ist , als der redliche Entschluß, umzukehren.

In verschiedenen Briefe, nannte ich andere Paulusaussagen, die belegten: Paulus irrt, wenn er alle seine Mitteilungen als unfehlbar von Gott kommend einschätzt. Ich nannte Beispiele , die belegen, die Theologie schätzte Paulusaussagen höher ein, als Jesu Worte. Und sie verschweigt einfach Widersprüchliches oder sie merkt sie nicht einmal.

Nun aber ersteinmal der Brief unserer Tochter (16.10.98):

"Zweifel ist nicht harmlos. Jesus hat Zweifel an seinen Worten oder Mißtrauen gegenüber Gott getadelt, und zwar mit scharfen Worten wie "untreu" und "hartherzig" und "Wenn ihr nicht glaubt, werdet ihr nicht gerettet. ." (meine eigene Bemerkung dazu: Wenn ich ohne echte Konsequenz [notfalls nur ein redlicher Entschluß für gehorsames Tun] "glaube", dann ist das der Beleg für einen "als ob Glaube")

Das Wort "hartherzig" drückt aus, daß eine Grundeinstellung gegenüber Gott den Boden für Zweifel darstellen kann.

Kein Mittel gegen Zweifel ist der Versuch, den Zweifel durch einen Gewaltakt zu beenden, der dazu führt, daß man denkt, Gott wolle die Lüge. Ich warne nicht vor dem Delphinsprung, bei dem man sich mit Kraft vom Alten losreißen muß, um umzukehren. Ich warne vor einem Gewaltakt, der das Gefühl entstehen läßt.. Gott lasse sich nicht finden, beim tastenden Suchen nach Wahrheit.

Die Freunde des Hiob bieten eine Form dieses Gewaltakts als Lösung an. Dieser Gewaltakt ist aber keine Lösung, weder für Hiob, noch für Psalm 98, noch für Jesu Ausruf am Kreuz: "Warum hast du mich verlassen?" Gott hat zugelassen, daß Jesus dem Zweifel sehr nahe kam. Sein Ausruf kann man unter Umständen "Zweifel" nennen, es ist aber keinesfalls der untreue und hartherzige Zweifel , vor dem Jesus warnt. Er ist noch kein Unglaube, keine Untreue. Wenn ein Mensch in Verwirrung gerät, weiß er oft nicht, wie weit seine Hartherzigkeit dara schuld ist. In jedem Fall ist der Zweifel wie eine Wunde.

Es ist dann besonders gefährlich, wenn ein Lügner vor dem Zweifel warnt. Es ist besonders eklig, wenn ein Lügner von Wahrheit redet. Denn mit "Wahrheit" meint er sich selbst. Nicht zur Wahrheit rechnet er(z.B. der Papst) Sätze aus dem Evangelium wie "Ihr sollt euch nichtVater nennen lassen." Man muß aufpassen, daß so ein Lügner mit seinem Dreck nicht die Wunden eines Zweifelnden infiziert (Wundstarrkrampf).

II Tessaloniki 2,10f "... für die, die umkommen, weil sie nicht die Liebe zur Wahrheit empfangen haben, um gerettet zu werden. Dafür wird Gott ihnen die Energie der Verwirrung schicken (weiter oben ist die Rede von Zeichen und Wundern der Lüge) , um sie dazuzu bringen , der Lüge zu glauben (also nicht mehr an ihr zu zweifeln), damit sie gerichtet werden, alle die nicht an die Wahrheit geglaubt haben..."

Wer die Wahrheit liebt, liebt nicht den Zweifel. Er/Sie liebt weder eine Kultur oder Philosophie des gepflegten Zweifels, noch das kokette Spiel mit dem Zweifel oder die Freude am Schaudern aufgrund von Spekulationen." Soweit der Brief unserer Tochter vom 16.10.98.

Heute hörte ich im Radio eine Aussage einer Bischöfin zum Reformationstag. Singemäß rief sie dazu auf, fröhlich den Tag zu feiern, seitdem erkannt wurde, daß die Verlierer und die Gewinner (in den Menschenaugen) von Gott angenommen sind. Ich frage mich doch, warum schaffte es die kath. Kirche nicht, das Verdorbene und Verderbende der Ablaßunsitten mit Stumpf und Stil auszureißen. Und wenn schon die Priester mit ihrem Kadavergehorsam diese Unsitten weiterverbreiten müssen, warum lachten Laien mit Verstand nicht ihre religiösen Führer aus, wenn sie erneut mit ihrer Verfügungsgewalt über Jesu Verdienste prahlten und prahlen.

Was die Bischöfin sehr versteckt mittransportierte, war das Ärgernis der von Paulus übernommenen Lutherlehre (zugespitzt:Werke nützen nichts) Auslöschens der Erwartung Gottes, daß ein Bündnis eine Angelegenheit zwischen ihm und dem Menschen ist. Ich erlebte einen strengen, konservativen Religionslehrer. Und of genug (z.B. bei schweren Gewittern beim Kühehüten oder auf dem Feld) stand ich auch vor Luthers Frage: Wie erreiche ich, daß Gott mir gnädig ist. Ich erfaßte, daß Rettung nicht von mir verdient wird. Es gab mir aber große Ruhe, daß ich im Religionsunterricht begriff: Es kommt bei der Rettung auch auf meinen guten Willen an. In solchen angstvollen Situationen (Angst vom Blitz erschlagen zu werden)geschah immer wieder aufs Neue redlicher Entschluß zur Umkehr (das hat mit Glauben und Entschluß [der konsequente Entschluß ist ein TUN] zu tun). Gehört der Aufruf zur Umkehr nicht wesentlich zu Jesu Nachricht. Jesus hat oft genug signalisiert, daß Erlösug Gnade (ein Geschenk Gottes ) ist Nie signalisierte er , daß Menschen- Werken keine Rolle spielen. Ich weiß auch, daß die Rechtfertigungslehre viele Fußnoten hat, die Mißbrauch vermeiden sollen. Und doch liegen (jetzt auch bei der kath.Lehre) überall die Ärgernisse herum. Was habe ich doch nicht wenig Halbernst im Glauben erlebt. Wenn ich andeutete, daß konsequenter Glaube nicht immer leicht und fröhlich ist, kam großes Gelächter und der spaßige Spruch: "Ich tue mir im Glauben leicht." Ich versuche einzuwerfen : Ja, das Fürwahrhalten ist leicht.

Vor mir sehe ich auf dem P.C- Bildschirm eine Aussage, die ich am 17.10.98 aus Johannes 12,36 f hatte: "... Obwohl er (Jesus) sich durch soviele Wunder vor ihnen ausgewiesen hatte, vertrauten sie ihm nicht. So traf ein, was der Prophet Jesaja vorausgesagt hatte: Herr, wer hat unserer Botschaft Glauben geschenkt?...

Was Paulus im Tessalonikerbrief von der Verwirrung derer sagt, die keine Liebe zur Wahrheit haben, wird auch bereits im AT von Propheten gesagt, z.B.so: Gott wiegt die Zyniker in Sicherheit. Er hilft ihrem Wolle nach, während er die, die ihm gefallen (also danach trachten, ihm zu gefallen, das ist etwas ganz anderes als der Versuch, durch Werke, sich Gottes Wohlwollen zu erkaufen) unverzüglich erzieht (züchtigt).

Wer sich notwendigem Schmerz (z.B.schmerzhaften Einsichten) nicht stellt, wird wirklich ein finsteres Arsenal an faulen Ausweichmanövern (Vermeidungsstrategien) ansammeln und redliches Horchen auf Gottes Weisung hat keine Chance

 

2. November 2005

Folgende Aussage im Internetbrief vom 19.10.98 hätte ich, wie so Vieles von früher gelesen, ohne es erneut herauszustellen, also abzutippen, wenn es dafür nicht einen aktuellen Grund gäbe. Ich war heute überrascht, denn ich sehe Gottes Fügung darin, daß ich gerade in diesen Tagen auf diese Warnung (für bestimmte Kreise) stieß. Nun das Zitat aus dem Brief, der vor 7 Jahren geschrieben wurde: Wenn Gott es zuläßt, daß die Seinen in dieser Zeit nicht die Anerkennung erhalten, die ihnen zusteht, dann heißt das noch lange nicht, daß Gott sich zwingen läßt, die Seinen in jedem Fall totschweigen zu lassen. Noch hier au dieser Erde, wird Gott sein Wort durchsetzen. Er wird die (in der von ihm festgesetzten Zeit) öffentlich bloßstellen), die so tun als könne man mit "legalen Weihen" die Lebendigkeit Gottes und seine aktuellen Absichten ausschalten. Dazu zitierte ich bereits damals Sacharja 2,34: "Und der Herr ließ mich vier Handwerker sehen.. und er sprach: Das sind die vier Hörner, die Juda derart zerstreut haben, daß niemand mehr sein Haupt erhob... "

Und dann ist in der Schrift die Rede (Jesu Wort!) davon, daß man dann, wenn mann die Signale sieht (Signale, die Jesus zur Abschluß Auseinandersetzung nennt) das Haupt erheben soll denn die Erlösung ist nahe. Da ist eine Ahnung da, welche Bedrängnis vorausgegangen ist wegen dem Verhaßtsein um Jesu willen. Der Knecht steht nicht über dem Herrn. Es ist eine Ermunterung, sich nicht niederdrücken zu lassen, sondern aufzuschauen nach Gott und seiner Hilfe.

In der bedrängten Zeit werden alle bedrängt sein, die, die für Jesus Zeugnis geben und die, die es aus welchen Gründen auch immer nicht tun. Für mich ist es im Leid ein Trost, das Kreuz Jesu mitzutragen.

 

5. November 2005

In einem Internetbrief vom 1.11.98 berichtete ich, was ich damals im Traum hörte und sah: Jemand rief: "Es ist unsere Pflicht, wir müssen der Wahrheit zu ihrem Recht verhelfen" und ich berichtete, was ich an mir und anderen sah: Viele Verkehrtheiten wurden erst nachträglich erfaßt. Wehe es wäre dann beschönigend von eigentlich "bewährten Strukturen geredet worden. Es galt also Schiefgegangenes, Falsches, Sinnloses rechtzeitig als solches zu erkennen.

 

6. November 2005

Heute hörte ich im Radio einen Religionsfachmann über neue religiöse Trends reden. Der Slogan "Die Götter kommen wieder" drückt einmal aus, daß das Alter von religiösen Vorstellungen auch zu tun hat mit Gültigkeit. Ich kam nur zum Schluß in den Genuß des Interviews.

Für mich ist Glaube, also Wahrheit, nicht etwas, was ich mir nicht selbst zurechtlegen (kombinieren) kann. Auch nichts, was bereits durch archaisches Alter besonders gerechtfertigt ist. Mich kann aber eine Aussage, ein Zeugnis einer Frau beeindrucken, die von sich sagt, daß sie nicht glaubt. In den vergangenen Tagen hörte ich im Radio, wie sie das langsame Sterben ihrer Freundin begleitete. Auch die Freundin war nicht gläubig, diese hatte aber doch nahe am Krankenbett greifbare Symbole (bzw. Figuren) verschiedener Religionen aufgestellt (z.B. einen Buddha, vom christlichen Glauben durfte eine Darstellung Marias durfte das Christentum vertreten. Offensichtlich wurde zwischen den Freundinnen nicht über Glaube gesprochen. Beide bezeichneten sich als Nichtgläubige. Die Sterbebegleiterin berichtete über ein einmaliges Erlebnis: Es war ihr als sei Jesus vor ihr und sie begriff, daß in seiner Person das Leiden und Sterben aller Menschen zusammengefaßt war. Und sie bedauerte, was Menschen alles diesem Jesus andichten. Es wurde aber kein weiterer Gedanke über diesen Jesus formuliert.

Ich greife das "Andichten" an, aber auch das Wegstreichen. Ich nenne zu Letzterem das Bekennen einer Schuld. Es gibt Superfromme und Superselbstlose, die fordern von Christen, daß praktisch in jedem Fall das Nennen und Bekennen von Schuld nicht gebraucht wird, sondern nur dir unverzügliche Vergebung. Es gibt die Ausnahmefälle,die diese Haltung fordern. Aber grundsätzlich Unrecht lieber gleich nicht mehr zur Sprache bringen, damit keine Beschämung (Klartext: keine Reue und Einsicht) aufkommt, das ist nicht Jesu Lehre. Es ist schon merkwürdig, daß ich an ein und demselben Tag verwundert über Medienaussagen bin, die "edel" Jesu Lehre übersteigen Und kurz darauf hilft die Politik nach: Es wird gesagt, daß nach dem Hitlerkrieg nicht selten vorschnelle Versöhnunsbereitschaft nichts anderes war als verbrecherisches Tun zuzudecken.

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