Leben mit Gott - Briefe zum christlichen Glauben

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18. September 2006

Von Herodes wußte man , daß er gerne einmal Jesus gesehen hätte. Jesus suchte aber gerade nicht die Hofszene. Auch beim religiösen Hof blieb Jesus beim "Ihr...", also gleich die ganze Brut ansprechend. Das tat er wohl auch deswegen, weil es- so ist es in der Bibel berichtet,nicht einen aus der Szene erlebte, der sich öffentlich zu ihm bekannte, obwohl es welche gab, die ihm glaubten. ("aber sie liebten das Angesehensein von Menschen mehr als das Angesehensein von Gott.")

Jesus sagt seinen Jüngern voraus, daß sie wie ihr Herr verfolgt werden. Eine ganz gemeine Verfolgung und Herausforderung ist es, wenn jeder Einsatz zerrinnt und regelrecht elegant gewalttätig verächtlich gemacht wird.

Inzwischen ist es so, daß ich weiß, wenn ein Glaubenszeugnis wahr ist, aber ungelegen zur gerade gängigen Szenen- Ideologie paßt, wird der redliche Zeuge von den jeweils Verantwortlichen der Szene mit großem Fleiß totgeschwiegen, wenn nicht gar "als von Sinnen" behandelt. Allereinfachster Anstand wird nicht gewährt. Im Regelfall weiß z.:B ein Mensch, der sein Zeugnis brieflich gab, gar nicht, ob der Brief ankam oder ob eine vorsortierende Säkretärin schon weiß, daß so ein Brief zum Abfall gehört. Mein einziger Trost ist, daß ich weiß, Jesus bringt jedes noch so einfache, wahre Zeugnis zur Vollendung und selbstherrliche Szenen in Schande.

 

22. September 2006

Jeremia 44,2: "So spricht der Herr: "Warum nennt ihr mich Herr, wenn ihr nicht tut, was ich sage." Damals geschah daraufhin im Gegensatz zu heute- folgendes Minimum an Redlichkeit: Man sagte gleich, daß man nur eigenen Worten folgen will. Die Menge der Angesprochenen sagte: "Den Worte, die du im Namen des Herrn uns sagtest, wollen wir nicht gehorchen, sondern wir wollen all die Worte halten, die aus unserem eigenen Mund gekommen sind..."

 

24. September 2006

Jesaja 44 zeigt beispielhaft, den Trend, die Versuchung des Menschen "zurück Heidnischen", zum trotzigen Ritual, zum Fremdgehen, Nun nenne ich "ganz, ganz harmlose" aktuelle Beispiele: In einer kirchlichen Fernsehsendung ("Stationen")wird eine Wallfahrt beschrieben. Wie so oft werden solche Darbietungen mit verbotenem Aberglaube "aufgepeppt". Eine Frau zeigt stolz ein neu erworbenes Medaillon, das soll dafür sorgen, daß ihr nichts passiert. Und die Menschen erfahre daß man dreimal im Leben diese beschwerliche Wallfahrt machen muß. Dann ist einem das Paradies sicher. Ach wie goldig ist doch dieser (und andere) "interessanter Hinweis. Man kann ja so tun als stünden alle drüber Was ist mit den Kleinen, Unmündigen? Und was ist mit den ganz und gar nicht Unmündigen, die doch belegen, wie sehr sie an ihren frechen Ablaß- Sitten hängen.

 

24. September 2006

Heute hörte ich im Radio ein Stück einer Predigt über den Teil des Jakobusbrief, der vor Streitsucht warnt. Ein Punkt, nämlich Jakobus 4,2 "Ihr begehrt... neidet und könnt nichts erlangen" ist gewiß in rechter Absicht geschrieben. Es traf mich aber insofern, als ich erstmals in der vergangenen Woche rückblickend über einen Streit, den ich für Schutzlose zu führen hatte feststellte: Ich habe gestritten und gar nichts erreicht. Und doch würde ich mich schämen, wenn ich aus fauler "Friedensliebe" das Meine nicht versucht hätte. In den Schuhen des Streitgegners möchte ich nicht stecken, obwohl der wohl vorläufig noch über seinen Sieg (über seine Unnachgibigkeit) auf ganzer Linie stolz ist. Über Siege, die man nur deshalb errang, weil man der Mächtigere war, könnte ich nicht froh werden.

Psalm 59,4 ".. sie lauern auf meine Seele. Starke greifen mich an." In der vergangenen Woche sagte eine Frau, die mich viele Jahre nicht mehr sah, zu mir: "Alt siehst du nicht aus, du hast keine Falten, aber Du siehst angegriffen aus." Gestern hörte ich im Traum, daß man böse Pläne gegen uns hat.

Auf den Satz "sie lauern auf meine Seele stieß ich beim Durchsehehen eines Internetbriefs vom 1.8.99: Ps.59,4 und dann Ps 59,1 Als Saul sandte und sie das Haus bewachte, um sie zu töten. Befreie mich von meinen Feinden, mein Gott. Bring mich in Sicherheit vor denen, die sich gegen mich erheben...".

 

29. September 2006

Wenn der Satan und sein Anhang böse Pläne hat, dann läßt Gott diese z.B. wie bei Hiob zu, setzt aber auch die Grenze. Der Satan erfährt von Gott: Ja, du darfst Hiob erproben, ob er nur wegen der Vorteile von Gott gehorsam zu ihm hält, "Aber nach ihm selbst (nach seinem Leben) strecke die Hand nicht aus."

Der Satan hat wohl noch andere Formen böser Pläne. Immer geht es aber dabei auf sein Lauern auf die Seelen derer, die zu Gott gehören.

Am 24. September 2006 hörte ich im Traum von bösen Plänen gegen uns. Es ist möglich, daß bereits in der vergangenen Nacht ein solcher Plan ertragen werden mußte: Unser Sohn sagte am Telefon (23 Uhr) mit äußerst geschwächter und zittriger Stimme, daß jemand kommen muß, um seinen Zustand zu beobachten. Er hatte Schüttelfrost und 42 Grad Fieber. Dankbar war ich, daß der Hausarzt bereit war zu kommen, dankbar war ich auch, daß hilfreiche Medikamente das Bedrohliche der Krankheit entschärfte.

 

30. September 2006

In einem Internetbrief vom 10. 8.99 versuchte ich den Unterschied zwischen Zeichen, die von Gott und seinen Helfern kommen zum religiös getünchten Aberglauben herauszustellen: Letzteres ist zum Beispiel die Aussage: Wer dreimal eine ganz bestimmte (beschwerliche) Wallfahrt macht, der hat sich das Paradies erworben. Nun ein Fall, indem ich Gottes Zeichen erkannte.

Als ich einmal (wohl Frühjahr 1989) mit unserer Tochter zum Arzt ging, war sie deutlich gedrückter Stimmung: Was sie damals auch an Freizeitgestaltung anfing, jedesmal kam ein gesundheitliches Problem daher, sie wurde regelrecht eingekreist. Z. B scheiterten die ersten Reitversuche durch Gelenkprobleme in den Beinen.

Im Frühjahr 1989 hatte sie eine Viruserkrankung. Der Arzt sagte: Es ist ein besonders aggressiver Erreger. Alle in der Familie machten die Infektion durch. Bei ihr kam es jedoch mehrfach zu Rückfällen. Ein solcher Rückfall war auch der Grund für den besagten Arztbesuch, Im Wartezimmer schlug ich meine kleine Reisebibel Psalmen auf. Als erstes las ich: Zu singen nach der Weise: Die Hinde, die früh gejagt wird..

Zu der Zeit fiel mir auf, daß es in meiner Kindheit ein einmaliges Geschehen mit einer jungen "Hinde" gab. Zu einer Zeit als meine Mutter noch lebte, brachten Leute eine junge tote Hirschkuh auf unseren Hof Mein Vater war Bürgermeister, er verständigte den Jagdpächter. Man brachte das Tier nicht auf den Wirtschaftshof, sondern sehr nah zum kleinen gemauerten Halbrund vor der Eingangstür des Wohnhauses. Dort, wo nicht lange danach die Leiche meiner Mutter ausgeladen wurde (kommend vom Krankenhaus in Frankfurt) Ich sage es nicht leichtsinnig: Durch vier Kinder (geboren in kurzen Zeitabständen) und große Arbeitslast als Bäuerin kam der Psalmsatz für unsere Tochter: "herumgehetzt durch Krankheiten" nahe heran an Herumgehetztwerden durch Arbeit. Ich sehe noch nachträglich in der toten Hirschkuh ein Zeichen für den Tod meiner Mutter. Und der Psalmsatz, den ich im Wartezimmer des Arztes las, half mir erfassen, was in all den folgende ertragen Jahren werden mußte.

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