Leben mit Gott - Briefe zum christlichen Glauben

www.leben-mit-gott.de

 

14. Juni 2007

Jesus sagte den Heuchlern: "Weil ihr aber sagt, ihr wißt, deswegen werdet ihr nicht ohne Schuld sein."

Es gibt wohl keinen Menschen, der lebenslang nie in die Gefahr kam (nie in die Versuchung kam) zu heucheln. Es lag und liegt mir sehr daran, zur reinen Sichtweise zu kommen. In einem Brief vom 5.10.99 berichtete ich, daß ich in einem Gespräch von Vergötzung von Geld sprach und daß ein Mensch, der wach und nüchtern zuhörte, sagte: "Wie du das jetzt gesagt hast, daran erkannte ich, daß es pur ist."

Gestern Abend hörte ich über das Fernsehen einen Bericht vom "bösen Mädchen". Sie hatte viel unter "sicheren" Arzturteilen zu leiden. Weil auch ich ein Lied davon singen kann, ist mir gar nicht wohl, wenn ich davon höre, daß in Zukunft jeder Patient eine Art Krankengeschichte mit sich führt, wo schnell wichtige Diagnosen erkennbar sind. Eigentlich ist es mir zuwider alte Irrwege aufzutischen. Deswegen nenne ich nur einige: Mit 15 Jahren hatte ich fiebriges Gelenkrheuma. Zum Glück gab es schon Penicillin. Ein Bruder meiner Mutter mußte noch an diesem sogenannten Jugendrheuma sterben. Etwa 8 Jahre später diagnostizierte eine Universitätsklinik "chronisches Gelenkrheuma". Man sagte mir, ich müsse lebenslang unter Penizillinbehandlung stehen. Damals las ich im medizinischen Lexikon, daß mir Siechtum droht. Artig suchte ich an den verschiedenen Orten meiner Berufsausbildung verschiedene Ärzte zur monatlichen Penizillininjektion auf. Allen Ärzten war klar, daß das die notwendige Behandlung war. Während eines dreijährigen Studiums in München hatte ich in einem Studentinnenheim ein Zimmer, in dem eine ganze Wand wegen der darunter liegenden Warmwasserbereitung Sommer wie Winter Wärme abstrahlte. Das beeinflußte mein Gelenkrheuma so deutlich, daß ich vermutete, geheilt zu sein. Zunächst ließ sich kein Arzt auf meine Vermutung ein. Offensichtlich war man der Meinung, das Penizillin hält die Krankheit in Schach und ich wollte ohne ärztliches Ja das Absetzen nicht riskieren.

Zum Glück war schließlich der Leiter der neuen Rheumaklinik (Name: Dr. Schattenkirchner) bereit, sein Ja zum Absetzen der Dauerbehandlung zu geben. Die Untersuchungen ergaben, daß das ohne Schaden so bleiben kann. Diese Diagnose war der Grund, daß ich meine Lebensplanung änderte. Als es noch so aussah, daß ich langsam, aber sicher auf ein Siechtum zugehe, hatte ich mich entschlossen, nicht zu heiraten.

Nun gehe ich zeitlich einen großen Schritt weiter, um zu beschreiben, was selbstherrliche Arztmeinung mir zumutete. Seit Nov.99 leide ich unter extremer Kälteanfälligkeit. Es war unglaublich, auf welche an und für sich harmlose Abkühlung hin unverzüglich eine Harnwegsinfektion folgte. Ich war gezwungen durch Kleidung und künstliche Wärmezufuhr gegen zu steuern. Im Frühjahr 2001 sagte ich: "Ich werde der Kälte nicht mehr Herr." Es kam zu einer Infektion, bei der Antibiotika nicht half, das Fieberstieg auf 42 Grad, bewußtlos wurde ich in die Uniklinik gebracht. Es war für die Ärzte relativ schnell sicher, meine Kälteempfindlichkeit war nichts anderes als Sinnestäuschung. Man hatte nämlich Polyneuropathie diagnostiziert, dazu gehören Mißempfindungen (Sinnestäuschungen). Die üblichen Ursachen dieser Erkrankung trafen auf mich nicht zu. Als ich später einem Arzt schilderte, daß ich auffällige Unsicherheit beim Gehen und eine bleibende Verlangsamung beim Gehen erstmals nach dieser schweren Infektion hatte, las ich danach in seinem Arztbrief. "Wahrscheinlich infektiöse Ursache" (der Polyneuropathie).

Meine Versuche, mitzuteilen, wie gehäuft Harnwegserkrankungen auftraten, wurden abgeschmettert mit dem Satz: "Frauen haben oft Harnwegsentzündungen." Alle waren darauf eingeschworen, mir meine Kälteangst ab zu erziehen. Ein Beispiel dazu: Deutlich autoritär wurde mir gesagt, daß man mich mit einem Taxi in das Bezirkskrankenhaus bringt, weil da Untersuchungen gemacht werden müssen. Eine Krankenschwester war entrüstet, daß ich nach der Untersuchung liegend mit einem Krankentransport zurückgebracht wurde. Wahrheitsgemäß sagte ich: "das wurde im Krankenhaus vom Arzt so verfügt. Ich habe nicht darum gebeten." Am gleichen Abend hatte ich 40 Grad Fieber. Man begann eine Antibiotikabehandlung. Einen Tag später konnte ich sehen und hören, daß es eine Aufregung bei den Ärzten darüber gab, wie alarmierend schlecht meine Blutwerte durch das Antibiotika wurden. Diese Aufregung sorgte dafür, daß kein Gedanke an einen möglichen Zusammenhang zwischen der autoritären Weisung ("Taxi") und dem Fieber verschwendet wurde und daß da möglicherweise doch etwas dran ist an meiner Aussage: "ungewöhnliche Kälteempfindlichkeit." Bei einer Visite wurde ich gefragt, warum ich nicht früher ärztliche Hilfe in Anspruch nahm (mein Mann brachte jedesmal Urin zur Untersuchung zum Arzt, so bekam ich jedesmal ein Rezept für Antibiotika. Weil der Arzt fragte, warum ich nicht selbst komme, blieb ich nicht nur bei einem Arzt), ich sagte wahrheitsgemäß: "Ich wußte, daß man mir nicht glauben wird."

Seltsam war, daß man auch nach dieser Zuspitzung (erneut 40 Grad Fieber) noch die Stirn hatte, im Arztbrief nur vom Fieber bei der Einlieferung zu schreiben und wörtlich vom anschließenden "fieberfrei" schrieb. Dabei war es gerade das wieder einmal ansteigende Fieber der Grund, daß ich nach sechs Wochen an einem Sonntag bei einem diensthabenden Arzt (bisher nie gesehen) meine Verzweiflung so ausdrückte: "Im Krankenhaus werde ich nie gesund". Der Art reagierte prompt: "Morgen werden wir einen Sozialdienst für Sie organisieren und dann dürfen Sie heim. So geschah es am nächsten Tag. Der Sozialdienst war für die Versorgung einer Decubituswunde notwendig. In den ersten Tagen im Krankenhaus muß ich auf einem Schlauch gelegen haben, ein dunkler Strich am Gefäß zeigte das an. Eine Anti- Dekubitusmatratze sollte helfen. Weil niemand vom Personal sich mit der Einstellung der Temperatur auskannte, erzeugte die Matratze zuviel Wärme. Anstatt das Unvermögen ein zu gestehen und Hilfe von der Verleihfirma anzufordern, bewies man mir, meine Erziehungsbedürftigkeit in Sachen Kälteempfindlichkeit: Ich flehte die entscheidende Ärztin an, mir die Matratze nicht wegzunehmen. Nein, ich mußte lernen, Kältempfindlichkeit ist nichts anderes als Sinnestäuschung. Und dann nahm die Decubitusentwicklung ihren Lauf. Einer Schwester fiel auf, daß der zuerst nur dunkle Strich zu einer harten Zone geworden war. Eine Operation wurde notwendig. Ein Vertreter einer Firma brachte ein Sauggerät. Weil wiederum das Personal zu stolz war, zuzugeben, daß man die Bedienung nicht versteht, stand es ungenutzt im Zimmer, obwohl ich mitbekommen hatte, daß der Vertreter der Firma betonte, an welchen Tagen der Woche im Haus zu tun hat und für Fragen da ist. Es wurde ein altes Sauggerät der Abteilung eingesetzt, Ich wies nach, daß viel Lärm und Wind überhaupt nichts bewirkt. Also griff man zu kleinen mechanischen Pumpen. Ich denke, ich liege nicht falsch, daß meine Versicherung, die in den Abstellraum gebrachte Matratze so zahlen mußte als habe sie mir genutzt und so war es dann mit dem teuren Sauggerät. Erst der Sozialdienst setzte es konstant für mich ein. Das glaubwürdige Staunen des Pflegers über den dann raschen Heilungsprozeß werde ich nicht vergessen.

Anfang Mai 2001 durfte ich nach Hause. Von diesem Zeitpunkt an hatte ich bis Dezember 2001 kein Fieber. Dann begann ein neuer Leidensweg: Obwohl ich vor dem Frühjahr 2001 in meinem erwachsenen Leben seltenst Fieber hatte, litt ich vom Dezember 2001 bis zum Oktober 2004 unter ständigem unerklärlichen Fieber. Fiebersenkungsmittel, wie z.B. Novalgin halfen nicht. Im Krankenhaus wurde nach Ursachen gesucht. Man sagte mir, über das Problem gebe es dicke Bücher. Bei 20% der Patienten wird keine Ursache gefunden. Solange ich im Krankenhaus war, gab ich mir große Mühe, selbst heraus zu finden, ob z.B. eine zu warme Zudecke oder eine Tasse heißer Kaffee Einfluß hat. Ich fand heraus, daß ich die Bettwärme von den Füßen bis zu den Knien nicht drosseln darf, wenn ich nicht eine erneute Harnwegsentzündung riskieren will. Von den Knien aufwärts reichte eine leichte Acryldecke. Es war aber kein Einfluß auf das Fieber zu registrieren. Beim ersten Krankenhausaufenthalt im Dezember/Januar konnte ich mir solche Experimente nicht leisten, denn ich kam wegen einer Harnwegsentzündung und wegen einiger auffälligen Blutwerte ins Krankenhaus. Ich hatte Angst, daß das steigende Fieber nicht gestoppt werden kann. Im Fußbereich hatte ich für alle sichtbar eine zusammengelegte warme Decke aufgelegt, weil ich unter kalten Füßen litt. Bei einem Arzt und einer Ärztin (beide bestritten den Weihnachtfeiertag dienst) brachte mir das viel bissigen Spott ein. Die Ärztin sagte z.B. daß sie dann, wenn sie mein Bett sieht, schon Fieber bekommt. Der Arzt sagte: "Was geht mich Ihre erhöhte Temperatur an, ich kann nichts dazu, daß Ihr Temperaturregler nicht richtig tickt". Nach den Feiertagen waren andere Ärzte für mich zuständig. Es ging wieder höflich zu. Bei einem weiteren Krankenhausaufenthalt gab es in der Gruppe einen neuen jungen Arzt. Der überreichte mir vor dem Heimgehen den Arzbrief für den Hausarzt. Ich öffnete das leicht zu öffnende Kuvert, nur dieser junge Arzt hatte unterschrieben, Weil ich das monierte, bekam der Hausarzt per Post den Arztbrief den auch der Chef der Abteilung unterschrieben hatte.

Nun "hörte" (las) ich zum ersten Mal, was der Grund meines Fiebers sei. Bisher ließ man mich glauben, ich gehöre zu den Leuten, die unerklärlich erhöhte Temperatur haben Ich wurde belehrt, daß ich mich seit vier (!)Jahren sehr warm anziehe und deswegen sei diese meine Umwelt der Grund für die 4 Jahre lang erhöhte Temperatur. Tatsache ist, daß ich mich seit Nov.99 ungewöhnlich warm anziehen mußte, weil die Kälteempfindlichkeit und die Infekthäufigkeit mich dazu zwangen. Dieses anhaltende unerklärliche Fieber hatte ich zum Zeitpunkt diese Arztbriefes erstmals drei Monate lang. Ich bat sofort den jungen Arzt um ein Gespräch. Ich zeigte ihm vor Ort die dünne Lidl Acryldecke. Der Arzt blieb bei seiner Behauptung, aber er hatte einen "Trost". Es sei ja alles noch nicht sicher, denn man warte noch auf einen Untersuchungswert. Ich lachte bitter, denn wenn dieser Wert die Temperaturerhöhung erklären würde, dann wäre ich sehr schwer krank. Was solche Arztbriefe anrichten zeigte sich als ich den Hausarzt bat (erst seit Mai 2001 lernte er meinen Fall kennen und er übernahm die Aufgabe, Hausarzt zu sein),mir schriftlich zu bestätigen, daß ich erst seit Dezember 2001 dieses anhaltende Fieber habe, da sagte er spontan: "Das haben Sie seit ich Sie kenne" und ich sagte spontan: "Das ist nicht wahr." Er sah in seinen Papieren nach und bestätigte, daß ihm vor dem Dez.01 keine Angaben über Fieber gemacht wurden. Der Hausarzt zeigte durch seine spontane Reaktion, welch großen Eindruck ein Arztbrief auf ihn macht. So groß, daß dagegen seine eigene Erinnerung manipuliert wurde. Dieser die Realität völlig ignorierende, irreführende Arztbrief wurde nie berichtigt, er war nämlich das "Dokument" von dem ich unten schreibe. Wenn ein neuer Arzt diese Aussagen auf einem Chip lesen würde, muß er den Eindruck haben, eine verhaltensgestörte Frau vor sich zu haben.

Im Oktober 2004 sollte in einem anderen Krankenhaus erneut nach den Ursachen des Fiebers gesucht werden. Der Termin lag schon fest. Wenige Tage davor war ich erstaunt als erstmals seit Wochen 38,4 gemessen wurde. Ich war bereits gewöhnt, 38,8 39 Grad Fieber zu haben. Nach wenigen Tagen im Krankenhaus blieb das Fiebermeist unter 38 Grad. Ein Arzt sagte spottend zu mir, daß ich mich zuhause wohl immer mit Wärmflaschen ins Bett gelegt habe, um Fieber zu messen. Weil das mir zu dumm war, sagte ich gar nichts. Danach ärgerte ich mich, daß ich nicht sagte, daß es nicht lange vor der Wende eine Fiebermessung in der Praxis eines Internisten durch eine Arzthelferin gab. Dabei wurde die damals übliche hohe Temperatur gemessen. Zu warme Kleidung konnte dabei keine Rolle spielen, denn unmittelbar zuvor war wegen EKG und Ultraschall der Oberkörper unbekleidet.

Im Krankenhaus gab es noch einige wenige "Ausreißer." Einmal schickte die nachts diensthabende Ärztin eine Pflegerin zum Fiebermessen zu mir. Ich hatte38.6 Grad. Sofort kam die Ärztin, um mir Blut abzunehmen. Sie sagte, daß während einer solchen Phase am ehesten der Grund gefunden werden kann. Der konnte auch in diesem Krankenhaus nicht gefunden werden, aber die Hauptsache geschah: Obwohl ich mich nach wie vor betont warm anziehen muß, wenn es nicht dauernd zu Harnwegsinfekten kommen soll, stabilisierte sich die Temperatur zur Norm hin.

Man darf mir glauben, nicht wenige wahrhaft unglaubliche Beispiele an Arztarroganz und Arzteigenmächtigkeiten erlebt zu haben. Dabei zeigte sich oft genug, wie groß die Versuchungen in diesem Beruf sind, die Mitteilungen "gewöhnlicher" Patienten gleich gar nicht ernst zu nehmen. Und weil man sich als Arzt schon gleich sein Urteil bildet, erfährt ein Patient z.B. dann durch Arztbriefe wie hochtrabend ignorante primitive Gedankengänge daherkommen. Dazu ein recht einfaches Beispiel: In einem Krankenhaus wurde ich zu meinem Trinkverhalten gefragt. Ich sagte, daß ich viel trinke, weil das für die Durchspülung der Harnwege gut sein soll. Es wurde die an einem Tag abgegeben Harnmenge gemessen. Ich fand nichts dabei, daß so meine Aussagen bestätigt wurden. Hätte ich gewußt, daß dann ein Fremdwort im Arztbrief steht, das an krankhaftes Trinken erinnert, hätte ich erklären können: Im Krankenhaus trank ich manchen Schluck Mineralwasser aus Langeweile. Noch wichtiger ist etwas anderes: Als Kind hörte ich einmal jemand sagen, daß in der Familie meines Vaters "viel geschwitzt wird." Daran mußte ich später oft denken, weil Aktivitäten bei mir schnell zu viel Schweiß führen. Ich erinnere mich an einen Tag, an dem ich einen Arzttermin hatte. Es war mir klar, daß dabei eine Urinuntersuchung gemacht wird. Ganz bewußt trank ich Stunden zuvor viel, weil ich weiß, wieviel ich gerade bei eiliger Aktivität (auch für den Arzttermin) "wegschwitze. "Beim besagten Arzttermin mußte ich dem Arzt sagen, daß ich beim besten Willen keinen Urin abliefern kann. Der Arzt sagte: Man glaubt oft nicht, wieviel Flüssigkeit in die Kleidung geht. Dem Arzt im Krankenhaus hätte ich sagen müssen: Entschuldigung, daß ich im Krankenhaus so etwas wie eine Gewohnheitstrinkerin bin, obwohl es da viel passives Abwarten gab, trank ich so, als sei ich eine meist aktive Hausfrau. Hätte diese "Krankheit" in den Arztbrief gebracht werden müssen, wenn man mir rechtzeitig der Verdacht auf krankhaftes Trinken mitgeteilt wurde?

An dieser Stelle muß ich erwähnen, daß im oben genannten Arztbrief nicht nur wichtige Angaben zum Fieber einfach unterschlagen wurden und statt dessen das schönende Wort "fieberfrei" mitgeteilt wurde. Selbstverständlich hätte ich erwartet, daß mitgeteilt wurde, welches Antibiotika verabreicht wurde, als das Fieber auf 40 Grad anstieg und als nach der ersten Verabreichung die Blutwerte sich dramatisch verschlechterten. Als ich später in eine andere Klinik kam, baten wir um die Angabe dieses Medikaments. Es machte sich jemand die Mühe und man fand auch den Namen. Man ließ uns aber spüren, welch lästiger Aufwand das war.

Jetzt am Schluß bin ich doch betroffen, wie weit Jesu Worte ("Weil ihr aber sagt, ihr wißt..") reichen. Wie oft standen Ärzte belehrend "wissend" vor mir und sie dachten nicht daran, sich von meinem erlebtem und erlebten Wissen über mich selbst, korrigieren zu lassen. Als ich einmal nachweislich falsche, mich entstellende Angaben in einem Arztbrief angriff, kamen gleich zwei Kollegen dem Entsteller zu Hilfe. Einer sagte: Da kann nichts verändert werden, denn es ist ein Dokument. Als diese Worte gefallen waren, erfaßte ich die innige Verwandtschaft von Halbgöttern in Weiß mit den Fast- Göttern im Vatikan. Ich schrieb schon früher einmal über einen wichtigen Unterschied: Es gab in meinem Leben Ärzte mit Zivilcourage, Einmal schrieb einer offensichtlich entrüstet über eine Entstellung in einem früheren Arztbrief reichlich unvermittelt sein vernichtendes Urteil. Er tat das kurz und bündig und geschickt. Jeder der aufmerksam las, konnte wissen, was gemeint war.

Buchempfehlung:
"Vom verdorbenen und vom guten Sauerteig" von Sieglinde Jehle
Nähere Informationen zum Buch und Leseproben finden Sie unter: www.sieglinde-jehle.de